Hypnosetherapie, Hypnotherapie in Wiesbaden

im Zustand der Hypnose (Trance) findet eine Erhöhung der Konzentration und auch eine Aktivierung der sogenannten Alpha- Rhythmen im Gehirn statt. Die rechte Hirnhälfte mit ihrem bildhaften, phantasiereichen und kreativen Denken wird aktiviert, während die linke Hirnhälfte mit ihrem logisch-analytischen Denken nur wenig in ihrer Aktivität nachläßt; die bewußte Kontrolle bleibt damit weitgehend erhalten. In diesem Zustand ist eine Steigerung der Problemlösefähigkeit sowie mehr Kreativität möglich. Die Fähigkeit, eine Trance zu entwickeln ist übrigens angeboren.

 

Psychotherapeuten, die mit Hypnotherapie arbeiten, haben im Normalfall eine andere Therapieform zuerst erlernt, wie z.B. tiefenpsychologisch orientierte Therapie oder Verhaltenstherapie. Ein Therapeut wird die Hypnotherapie auf der Grundlage und in Ergänzung zu seiner therapeutischen Schule einsetzen. Er wird mit Hilfe der Hypnotherapie Bedingungen herstellen, die dem Klienten eine kreative Problemlösung ermöglichen. Zentral dabei ist die Trance. Um in Trance zu kommen, kann ein Therapeut eine klassische Induktionsmethode wie z.B. die Augenfixationsmethode verwenden. In der Trance lassen sich körperliche Reaktionen verändern wie der Muskeltonus oder die Durchblutung. Gleichzeitig erhöht sich die Vorstellungsfähigkeit. Traumatische Erfahrungen können in der Trance durch Dissoziation (=Trennung, Spaltung) abgeschwächt werden.

 

Hypnotherapie nach Erickson (Auch: Autosystem Hypnose, Heilhypnose, Klinische-Hypnose, Hypnosetherapie) . Zur Bearbeitung von: Angstzuständen, Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Raucherentwöhnung, Gewichtsabnahme, Veränderung des Verhaltens, Problem- und Konflikten, Musterunterbrechung, Blockaden, und der Stärkung des Selbstvertrauens.

 

Unterschied Hypnosetherapie und Show-Hypnose

Hypnosetherapie oder Medizinische Hypnose nutzt die angeborenen und erworbenen Fähigkeiten des persönlichen Unbewussten auf wissenschaftlicher Grundlage zu medizinischen und psychotherapeutischen Zwecken. Hypnose wird fälschlicherweise oft als ein Geschehen phantasiert, in dem ein Mensch die bewusste Kontrolle zu Gunsten eines anderen Menschen, z. B. eines Showhypnotiseurs, verliert (siehe: was ist Showhypnose)

 

Hypnose ist ihrem Wesen nach fokussierte Aufmerksamkeit – also Aktivierung des Geistes – die nach innen in das eigene Denken, Fühlen und Erleben gerichtet wird. Dadurch kommt es zu einer funktionellen geistigen Dissoziation (Janet, 1925), die einen Trancezustand bewirkt. Trance ist ein natürlicher Geisteszustand, wie das Wachbewusstsein oder der Schlaf und lässt sich objektiv im EEG nachweisen.

 

Hypnose  ermöglicht den Ärzten und Psychotherapeuten einen erweiterten bewussten Zugriff auf das unbewusste Denken seiner Patienten und damit auf dieses implicite Gedächtnis. HYPNOSE ist besonders hilfreich in der Anwendung von  Therapie und im Coaching in folgenden Bereichen:

 

Selbstentwicklung und Coaching
    Erfolgsmanagement / Ziele erreichen
    Berufsgestaltung                         
    Lebensgestaltung
    Persönlichkeitsentwicklung
    Sport / akademische Leistungssteigerung

 

Psychotherapie
    Psychohygiene / Stressbewältigung
    Psychotherapie / Hypnotherapie               
    Psychosomatik
    Verhaltensstörungen / Psychosoziale Störungen
    Beziehungsprobleme in Familie und Partnerschaft

 

Medizin
    Medizin                           
    Zahnmedizin    


Wissenschaftliche Anerkennung der HYPNOSE in der Hypnotherapie

Während die HYPNOSE als suggestives und beruhigendes Behandlungsverfahren seit Jahrzehnten in Deutschland wissenschaftliche Anerkennung gefunden hatte und im Bereich der Ärztlichen Grundversorgung ein fester Bestandteil der Kassenmedizin ist – u. a. in Form des Autogenen Training als Selbsthypnose – und Teil der Facharztausbildung und der Fortbildung zum Psychotherapeuten ist, wurde sie als Hypnotherapieverfahren im Bereich der Psychotherapie 2006 als Indikationsverfahren anerkannt.

 

Moderne Selbstorganisatorische HYPNOSE (Autosystemhypnose) eröffnet neue Möglichkeitsräume in Leben, Beruf und Praxis durch den Zugriff auf: das Wissen, das Können und die Kreativität! des Unbewussten. Denn die ganz überwiegende Geistestätigkeit des Menschen läuft unbewusst ab. Während für das bewusste Denken nur eine Kapazität von bis zu 70 bit/sek. errechnet wurde, verfügt das unbewusste Denken über die Fähigkeit, 11 Millionen bit/sek. zu verarbeiten (Spitzer, 2006).

 

Dementspechend verfügen wir auch über zwei unterschiedliche Gedächtnissysteme: Ein explicites und bewusstes Gedächtnis, dessen Neurotransmitter Dopamin ist, und ein implicites und unbewusstes Gedächtnis, das mit dem Neurotransmitter Serotonin arbeitet und wesentlich umfangreicher ist. (Eric R. Kandel. Auf der Suche nach dem Gedächtnis. 2006 – Eric Kandel erhielt 2000 für diese Forschungen den Nobelpreis für Medizin).