Was Sie wissen sollten, bevor sie einen Verhaltenstherapeuten für Verhaltenstherapie oder  KognitivenVerhaltenstherapie aufsuchen.  Ihr Verhaltenstherapeut für Wiesbaden und Mainz, Reiner Grote.

Der Kerngedanke der Verhaltenstherapie ist, dass problematisches Verhalten erlernt wurde und auch wieder "verlernt" werden kann, bzw. neue, angemessenere Verhaltensmuster erlernt werden können. Die Arbeit ist Ziel- und Lösungsorientiert, häufig werden Verhaltensübungen eingesetzt, die sowohl offen (in der Sitzung oder als Hausaufgaben) oder auch verdeckt, d.h. nur in der Vorstellung der Patienten/Klienten durchgeführt werden können.

Die Verhaltenstherapie wurde v.a. in den USA aus der Lerntheorie entwickelt. Der Kerngedanke ist, dass (problematisches) Verhalten erlernt wurde und auch wieder "verlernt" werden kann, bzw. neue, angemessenere Verhaltensmuster erlernt werden können. Seitdem wurde die Verhaltenstherapie in vielerlei Weise weiterentwickelt, hervorzuheben ist hier insbesondere die Integration kognitiver Elemente. Gemeint ist hiermit die Erweiterung des Fokus über reines Verhalten hinaus, es werden nun stärker das Erleben, die Gedanken und Gefühle der Patienten/Klienten mit einbezogen.

Typische Elemente einer Verhaltenstherapie sind z.B. Problem- und Bedingungsanalysen für eine genaue Diagnose und Klärung des Problems. Die Arbeit ist Ziel- und Lösungsorientiert, häufig werden Verhaltensübungen eingesetzt, die sowohl offen (in der Sitzung oder als Hausaufgaben) oder auch verdeckt, d.h. nur in der Vorstellung der Patienten/Klienten durchgeführt werden können. Klassische therapeutische Techniken der Verhaltenstherapie sind Konfrontation mit beispielsweise angstauslösenden Reizen (z.B. Exposition, systematische Desensibilisierung), Verstärkung ("Belohnung") von erwünschten und Löschung ("Nichtbeachtung") unerwünschten Verhaltens.

 

Die Verhaltenstherapie hat ihre Wurzeln in der experimentellen Psychologie. Im Wesentlichen ist es ein Versuch, Ergebnisse und Methoden der experimentellen Psychologie auf die Störungen menschlichen Verhaltens anzuwenden.

 

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Es gibt zahlreiche Einzelverfahren, in der Verhaltenstherapie, die sich in fünf Hauptgruppen einteilen lassen:

 

Die so genannten Beseitigungsverfahren sollen unerwünschtes Verhalten beseitigen. Einige Verfahren basieren auf dem klassischen Konditionieren. Unerwünschtes Verhalten wird mit einem unangenehmen Reiz gekoppelt (ein so genannter negativer Verstärker). Dem negativen Verhalten (z.B. dem Alkoholmissbrauch) wird ein als unangenehm empfundener Reiz (z.B. ein unangenehmer Geruch) vorgeschaltet. Alle Beseitigungsverfahren sollen so genanntes Fehlverhalten eliminieren.

 

Die so genannten Aneignungsverfahren beziehen sich auf das operante Konditionieren (B.F. Skinner). Die Grundannahme, dass Verhalten lehr- und lernbar ist, wird bei den Aneignungsverfahren systematisch betrieben. Sie versuchen erwünschtes Verhalten aufzubauen, in dem sie es positiv verstärken (d.h. positives Verhalten wird belohnt, damit es wiederholt wird). Ein wichtiges Verfahren dabei ist das Modell- bzw. Imitationslernen (A. Bandura). Bei diesem so genannten stellvertretenden Lernen wird ein Vorbild, das ein Verhalten zeigt, welches belohnt wird, systematisch nachgeahmt. Das erwünschte Verhalten kann entweder als Person (z.B. ein Hilfstherapeut), symbolisch (z.B. eine Figur in einem Film) oder sozusagen verdeckt (d.h. nach einem vereinbarten Modell in der Vorstellung) vorgeführt werden. Die vorbildhafte Rolle des Therapeuten wird bei Erfolg nach und nach ausgeblendet.

 

Die Konfrontationsverfahren erzwingen den Kontakt mit den Auslösern der Angst bei psychischen Störungen. Eines der Hauptverfahren ist die Reizüberflutung (Flooding; J. Marks). Der Patient wird direkt (In-vivo-Flooding) oder in seiner Vorstellung (Flooding-in-Imagination) intensiv dem Angstauslöser ausgesetzt.

 

Die Verfahren der kognitiven (erkenntnismäßig) Verhaltenstherapie beziehen das erkenntnismäßige Lernen in das Training mit ein. Die Grundannahme ist, dass erst die persönliche Interpretation eines Reizes seine Qualität bestimmt. Diese Annahme basiert auf den Emotionstheorien von Schachter und Singer und R.S. Lazarus. Es gibt keinen festen Auslöser (Reiz) für ein Verhalten in einer bestimmten Situation. Das Individuum entscheidet selbst über seine Situation und deren Bewertung.

 

Wesentlich dabei ist, dass der Mensch nicht mehr allein als gesteuert von seiner Umwelt gesehen wird, sondern durch menschliches Empfinden und Handeln und durch erkenntnismäßige Einschätzung dessen, was in seiner Umwelt geschieht, bestimmt wird. Der so genannte kognitive Ansatz interessiert sich sowohl für die bewussten Bedeutungen, die der Mensch Dingen zuschreibt, als auch für die äußeren Ereignisse. Die Berichte des Patienten über seine Gefühle, Ideen und Wünsche liefern das Rohmaterial, und seine verschiedenen Interpretationen von Ereignissen sind wichtige Daten in der Therapie.

 

"Daraus lässt sich leicht ableiten, dass bei jeder Art von psychischer Störung nach denjenigen Bedeutungen zu suchen ist, die gestörte Gefühle und Verhaltensweisen hervorbringen. Bei jedem Autor gibt es zahlreiche Beispiele dafür, in welch falscher, irrationaler, realitätsferner Weise Patienten über sich, ihre Sozialpartner oder die dingliche Umwelt denken und damit als pathologisch zu bezeichnende Gefühle und Handlungen produzieren. Psychisches Leiden erscheint so als das Resultat gestörten Denkens. Daraus ergibt sich wiederum, dass es in der Therapie vor allem darauf ankommt, mit dem Klienten über seine Bewertungen und Einschätzungen zu sprechen und ihn mittels logischer Argumentation, Provokation und dergleichen zu Korrekturen seiner krankmachenden Ideen zu bringen" (Jaeggi, 1991, S. 40).

 

Eines der Hauptverfahren ist die so genannte Rational-emotive Therapie (A. Ellis). Die Anfangsstufe ermittelt irrationale Gedanken (z.B. Übererwartungen an andere Menschen). In der nächsten Stufe wird das gesamte irrationale "Glaubenssystem" (belief-system) hinterfragt und nach der Aufstellung eines Zielzustandes wird der Versuch unternommen, sich diesem anzunähern.

 

Die allgemeinen Trainingsverfahren der Verhaltenstherapie sind in der Regel Problemlösestrategien. Eines der Hauptverfahren ist das so genannte Biofeedback-Training (T. Barber). Es wird hauptsächlich gegen die Auswirkungen von Stress eingesetzt. Anhand von Apparaten wird der Zustand der Muskelentspannung abgegriffen und optisch oder akustisch rückgemeldet. Diese rückgemeldete Muskelentspannung wird positiv verstärkt. Dabei wird eine automatische Selbstberuhigung eingeübt.